Die 7 gratis Gesundheits-Basics, die besser wirken als dein Supplement-Stack – und warum du sie zuerst fixen musst
- Ikumi Derschmidt

- 29. Apr.
- 17 Min. Lesezeit
Du gibst monatlich 200€ für Supplements aus, scrollst durch Instagram bis 1 Uhr nachts, schläfst fünf Stunden durch den Mund atmend und fragst dich, warum dein teurer Pillen-Stack nicht wirkt?
Hier ist die unbequeme Wahrheit: Supplements optimieren, was bereits läuft. Sie kompensieren nicht, was fundamental kaputt ist.
In diesem Artikel zeige ich dir die sieben Grundpfeiler, die deine Gesundheit wirklich tragen – und die alle kostenlos sind. Erst wenn diese Gesundheits-Basics sitzen, macht es Sinn, über Supplements nachzudenken.
Basic #1: Schlaf – Die Mutter aller Gesundheits-Basics

Warum Schlaf nicht verhandelbar ist
Schlaf ist nicht einfach "Auszeit" für deinen Körper. Es ist die Phase, in der die eigentliche Magie passiert:
Regeneration auf allen Ebenen:
Zellreparatur: Während du schläfst, repariert dein Körper beschädigte Zellen und baut neue auf
Hormonproduktion: Wachstumshormone, Testosteron, Melatonin – alles wird im Schlaf produziert
Gehirn-Detox: Das glymphatische System spült nachts Abfallstoffe aus deinem Gehirn – besonders Beta-Amyloid (assoziiert mit Alzheimer)
Gedächtniskonsolidierung: Was du tagsüber gelernt hast, wird nachts ins Langzeitgedächtnis übertragen
Immunsystem-Stärkung: Im Tiefschlaf produziert dein Körper Zytokine, die Infektionen bekämpfen
Schläfst du regelmäßig unter 7 Stunden, ist das wie ein permanenter Mini-Jetlag. Dein Cortisol ist erhöht, deine Insulinsensitivität sinkt, dein Hungergefühl steigt (mehr Ghrelin, weniger Leptin), und deine Entgiftungskapazität ist beeinträchtigt.
So optimierst du deinen Schlaf:
8-9 Stunden sind das Ziel
Ja, nicht 7. Die meisten Menschen brauchen 8-9 Stunden für vollständige Regeneration. "Ich komme mit 6 Stunden klar" ist meistens Selbstbetrug – dein Körper hat sich nur an den chronischen Schlafmangel gewöhnt. Ich habe selber lange Zeit nur 5-6 Stunden am Tag geschlafen, da ich dachte, die Schlafqualität kann für die geringere Dauer kompensieren. Da lag ich leider falsch und es hatte vernichtende Konsequenzen für mich: Burnout und chronische Müdigkeit.
Absolute Dunkelheit
Dein Körper produziert Melatonin nur in kompletter Dunkelheit. Selbst das kleine LED-Licht deines Ladegeräts kann die Produktion stören. Lösung: Blackout-Vorhänge oder eine gute Schlafmaske. Dunkelheit im Schlafzimmer ist jedoch besser, da nicht nur deine Augen Rezeptoren für Licht sind.
Nasenatmung im Schlaf
Hier wird's spannend: Mundatmung im Schlaf ist katastrophal für deine Gesundheit. Sie führt zu:
Schlechter Sauerstoffaufnahme (paradoxerweise!)
Zähneknirschen
Schnarchen und Schlafapnoe
Mundtrockenheit und Karies
Unruhigem Schlaf
Die Lösung: Mouth Taping. Ja, du klebst deinen Mund nachts mit speziellem Tape zu. Klingt verrückt, ist aber ein Game-Changer. (Mehr dazu unter Basic #3)
Gleiche Zeiten jeden Tag
Dein Körper liebt Routine. Geh auch am Wochenende zur gleichen Zeit ins Bett und steh zur gleichen Zeit auf. Dein zirkadianer Rhythmus wird es dir danken.
Im Bett nur schlafen
Dein Gehirn soll das Bett mit Schlaf assoziieren – nicht mit Netflix, Social Media oder Arbeit. Arbeitest du im Bett? Absolutes No-Go.
Elektromagnetische Hygiene
WLAN-Router aus. Handy raus aus dem Schlafzimmer (oder zumindest in den Flugmodus). Laptop und andere Geräte ebenfalls raus. Die Studienlage zu EMF ist zwar "umstritten"(für mich ist das klare Sache), aber warum das Risiko eingehen?
Eine Stunde vor dem Schlafengehen: Screen-Detox
Blaues Licht von Bildschirmen unterdrückt Melatonin. Idealerweise keine Screens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Wenn das unrealistisch ist: Blue-Light-Blocker-Brille oder Nachtmodus aktivieren.
Glaub an deinen Schlaf
Obwohl ich gerade noch gesagt habe, dass Schlafdauer nicht verhandelbar ist, kann sich die Auswirkung des Schlafes mit dem Placebo-Effekt massiv verändern. Wer von sich denkt, dass er erholsam schläft, hat auch mehr von den Benefits von gutem Schlaf.
Ich habe bereits einen ganzen Artikel über Schlaf-Optimierung geschrieben, der noch tiefer ins Detail geht. Du kannst ihn hier lesen.
Basic #2: Sonnenlicht – Dein solarbetriebenes System

Warum Sonnenlicht fundamental ist
Menschen sind photosynthetische Wesen. Klingt esoterisch? Ist aber pure Biochemie. Deshalb funktionieren wir nur mit Sonnenlicht:
Vitamin D-Produktion: Sonnenlicht auf der Haut triggert die Produktion von Vitamin D3, das eigentlich ein Hormon ist. Es reguliert über 2000 Gene in deinem Körper und ist essentiell für:
Knochengesundheit
Immunsystem
Stimmung und mentale Gesundheit
Zellteilung und Krebsprävention
Ein Vitamin-D-Mangel ist heutzutage extrem weit verbreitet - nicht nur im Winter sondern das ganze Jahr. Denn selbst im Sommer verbringen viele Menschen die Tageszeiten, in denen man Vitamin D produzieren kann, in ihrem Büro oder Zuhause.
Cortisol-Reset am Morgen
Morgensonne (besonders das rote und infrarote Spektrum) signalisiert deinem Körper: "Es ist Tag, Zeit aufzuwachen!" Das setzt deinen Cortisol-Rhythmus zurück. Gesundes Cortisol ist morgens hoch und abends niedrig. Bei Nebennieren-Burnout/HPA-Dysregulation ist es oft genau umgekehrt. Man kommt in der Früh nicht in die Gänge und ist abends wach.
Melatonin-Vorbereitung
Paradoxerweise bereitet Morgensonne deinen Körper darauf vor, abends Melatonin zu produzieren. Dein zirkadianer Rhythmus funktioniert nur mit klaren Tag-Nacht-Signalen.
Energie und Mitochondrien
Infrarotlicht aus der Sonne aktiviert deine Mitochondrien (die Kraftwerke deiner Zellen) und steigert die ATP-Produktion. Du fühlst dich buchstäblich energiegeladener.
So optimierst du deine Sonnen-Exposition:
10-20 Minuten direkt nach dem Aufstehen
Geh raus. Ohne Sonnenbrille – deine Augen müssen das Licht wahrnehmen. Auch bei Wolken. Auch im Winter. Selbst diffuses Tageslicht ist 100x stärker als künstliches Licht. Solltest du regelmäßig vor Sonnenaufgang aufstehen, ist eine Tageslicht-Lampe ein sinnvolles Investment. Das ist zwar kein Ersatz, aber um ein Vielfaches besser als nichts.
Für Vitamin D: 11-15 Uhr
Vitamin D wird nur produziert, wenn die Sonne hoch genug steht (UVB-Strahlung). In Österreich/Deutschland ist das im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr der Fall. 10-20 Minuten mit exponierter Haut reichen – ohne Sonnencreme (die blockiert häufig UVB).
Haut exponieren
Je mehr Haut, desto mehr Vitamin D. Arme, Beine, Rücken – so viel wie möglich. Im Sommer reicht ein T-Shirt und kurze Hose.
Nicht übertreiben
Sonnenbrand ist oxidativer Stress und erhöht dein Hautkrebsrisiko. Fang mit kurzen Expositionszeiten an und steigere langsam. Wenn deine Haut leicht rosa wird, bist du am Limit – dann am besten wieder in den Schatten gehen.
Auch im Winter raus
Selbst wenn keine Vitamin-D-Produktion möglich ist (Oktober bis März in unseren Breitengraden), ist Tageslicht essentiell für deinen zirkadianen Rhythmus. 10 Minuten Spaziergang am Morgen – non-negotiable.
Fenster zählt nicht
Glas filtert UVB-Strahlung raus. Du kannst durch ein Fenster kein Vitamin D produzieren.
Basic #3: Nasenatmung – Der simpelste Biohack

Warum Nasenatmung alles verändert
Hier wird's interessant – und für viele überraschend. Die Art, wie du atmest, beeinflusst buchstäblich deine gesamte Physiologie.
Bessere Sauerstoffaufnahme (klingt paradox, ist aber so)
Durch die Nase zu atmen fühlt sich restriktiver an, führt aber zu BESSERER O2-Aufnahme. Warum? Langsamere, tiefere Atmung führt zu besserem Gasaustausch in den Alveolen. Außerdem produziert deine Nase Stickstoffmonoxid (NO), das die Bronchien erweitert und die Sauerstoffaufnahme um bis zu 15% steigert.
Stressregulation
Nasenatmung aktiviert automatisch den Parasympathikus (Ruhe-Modus). Mundatmung triggert den Sympathikus (Stress-Modus). Wenn du 24/7 durch den Mund atmest, bist du in chronischem Low-Level-Stress. Genau deshalb ist es auch wichtig, im Schlaf durch die Nase zu atmen (siehe nächsten Punkt).
Schlafqualität
Mundatmung im Schlaf führt zu:
Schnarchen
Schlafapnoe (Atemaussetzer)
Mundtrockenheit → Karies, Zahnfleischentzündung
Unruhiger Schlaf (wegen Sympathikus-Aktivierung) → weniger Tiefschlaf
Sauerstoffmangel im Gehirn
Kieferstellung und Zahngesundheit
Mundatmung, besonders im Kindesalter, führt zu schmalem Kiefer, schiefen Zähnen und zurückgesetztem Kinn. Bei Erwachsenen verschlimmert es bestehende Probleme. Nasenatmung fördert richtige Zungenposition (Zunge am Gaumen) und gesunde Kieferentwicklung.
Immunsystem
Deine Nase filtert, befeuchtet und erwärmt die Luft. Mundatmung umgeht all das – Viren und Bakterien landen direkt im Rachen.
So optimierst du deine Atmung:
24/7 durch die Nase Tagsüber, nachts, beim Sport (ja, auch beim Sport). Ausnahme: Sehr intensive Belastungen wo du wirklich an dein Maximum gehst. Aber selbst dann: so viel Nasenatmung wie möglich. Du kannst auch mal probieren, beim Workout ein Mouthtape zu verwenden, dann merkst du erst, wie oft du eigentlich durch den Mund atmest.
Langsame Atemfrequenz
Die meisten Menschen atmen 15-20x pro Minute – viel zu schnell. Ideal sind 8-12 Atemzüge, sogar bishin zu 5-6 Atemzügen. Das fördert CO2-Toleranz (wichtig für Sauerstoffabgabe an die Zellen) und aktiviert den Parasympathikus.
Länger ausatmen als einatmen Z.B. 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus. Oder 5:7. Die verlängerte Ausatmung ist der stärkste Parasympathikus-Aktivator.
Mouth Taping nachts
Wenn du im Schlaf durch den Mund atmest (frag deinen Partner oder wach mit trockenem Mund auf?), probiere Mouth Taping:
Spezielle Tapes kaufen (es gibt unzählige Produkte hierfür) – NICHT normales Klebeband (medizinisches Klebeband ist aber günstig und tut den Job
Über den geschlossenen Mund kleben (Lippen berühren sich)
Falls Panik: Mund lässt sich leicht öffnen
Nach 3-5 Nächten fühlt es sich normal an
BOLT-Test (Body Oxygen Level Test)
Miss deine CO2-Toleranz - das sagt schon viel über deine allgemeine Atem-Qualität aus:
Atme normal ein und aus
Nach der Ausatmung: Halte die Luft an (Nase zuhalten)
Stoppe die Zeit bis zum ERSTEN Drang zu atmen (nicht bis zum Maximum!) - das sind z.B. das erste Zucken der Halsmuskulatur, Schluckreflex oder Zwerchfellbewegung.
Das ist dein BOLT-Score
Unter 20 Sekunden: Schlecht – chronische Überatmung
20-30 Sekunden: Durchschnitt
30-40 Sekunden: Gut
Über 40 Sekunden: Exzellent
Ziel: Durch Nasenatmung und Atemübungen deinen BOLT-Score verbessern.
Tägliche Atemübungen (5-10 Minuten):
Box Breathing: 4 Sekunden ein, 4 halten, 4 aus, 4 halten
4-6-Atmung: 4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen
Oder einfach: Bewusst langsam durch die Nase atmen
Ich kombiniere die Atemübungen gerne mit Infrarotlicht und der Pulling Down Übung.
Zunge am Gaumen
Die richtige Ruheposition der Zunge ist komplett am Gaumen (nicht nur die Spitze). Das unterstützt:
Richtige Kieferstellung
Nasenatmung
Gesichtssymmetrie
Schlafqualität
Das ist eine eigene Wissenschaft (myofunktionelle Therapie), aber Basis-Tipp: Zunge bewusst komplett an den Gaumen legen. Mit der Zeit wird es zur Gewohnheit. Du findest mehr Infos zur Atmung in meinem Artikel darüber.
Basic #4: Echtes Essen – Mikronährstoffe statt Makros zählen

Warum Ernährung die Grundlage ist
Du bist buchstäblich was du isst – jede Zelle in deinem Körper wird aus den Bausteinen gebaut, die du zuführst.
Mikronährstoffe sind der Schlüssel
Kalorien sind nicht gleich Kalorien. 500 kcal Burger King vs. 500 kcal selbstgekochtes Gemüse-Curry sind biochemisch komplett unterschiedlich. Der Unterschied: Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe).
Blutzucker-Regulation
Ein stabiler Blutzuckerspiegel bedeutet stabile Energie, Stimmung und Hormone. Hochverarbeitete Lebensmittel führen leicht zu einer Blutzucker-Achterbahn - das heißt Heißhunger, Energietiefs, Insulinresistenz.
Darmgesundheit
Dein Darm ist die Wurzel deiner Gesundheit. 70% deines Immunsystems sitzen dort. Hochverarbeitete Lebensmittel zerstören deine Darmflora, echtes Essen nährt sie.
Hormonbalance
Besonders für Frauen: Deine Hormone sind direkt abhängig von dem, was du isst. Zu wenig Fett? Keine Hormonproduktion. Zu viel Zucker? Insulinchaos. Zu wenig Protein? Muskelverlust, schlechtere Entgiftung und verlangsamter Stoffwechsel.
So optimierst du deine Ernährung:
1-2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht
Protein ist essentiell für:
Muskelerhalt und -aufbau (wer sportlich aktiv ist und aufbauen möchte, sollte eher 1,6-2g Protein pro Kg Körpergewicht am Tag zu sich nehmen)
Sättigung (hält dich länger satt als Kohlenhydrate)
Reparatur und Regeneration
Enzym- und Hormonproduktion
Entgiftung (über Schwefelhaltige Aminosäuren - in tierischem Eiweiß)
Tierisches Protein bevorzugen für alle essentiellen Aminosäuren in optimaler Bioverfügbarkeit. Pflanzliches Protein ist okay als Ergänzung, aber nicht als Basis (außer du kombinierst geschickt).
Beispiele:
70kg Person: 70-140g Protein/Tag
1 Hühnerbrust (200g): ~40g Protein
3 Eier: ~18g Protein
1 Dose Sardinen: 18-22g Protein
Gemüse hat täglich am Speiseplan zu stehen.
Vergiss, was Carnivor-Fans sagen. Gemüse ist kein Gift und Ballaststoffe sind förderlich für deine Gesundheit. Es gibt aber sehr wohl besseres und schlechteres Gemüse.
Gekochtes Wurzelgemüse ist besonders wertvoll:
Karotten, Rote Beete, Süßkartoffeln, Kürbis, Pastinaken, Peterwurzel, Daikon-Rettich
Leicht verdaulich
Nährstoffdicht
Erdend und wärmend (besonders für Menschen mit schwacher Verdauung)
Spendet Methylgruppen für Entgiftung
Die Ballaststoffe können Toxine binden, sodass sie über den Stuhl ausgeschieden werden können.
Ziel: Mindestens 3-4 Portionen Gemüse am Tag (eine Portion = Faust-groß). Noch besser wäre sogar, wenn du bei jeder Mahlzeit zwei Drittel deines Tellers mit gekochtem Wurzelgemüse füllst. Dass das für die meisten utopisch ist, ist mir bewusst.
Kohlenhydrate sind nicht böse
Die Low-Carb/Keto-Hysterie hat vielen Menschen geschadet. Kohlenhydrate sind essentiell für:
Schilddrüsenfunktion (T3-Produktion braucht Kohlenhydrate)
Hormonbalance bei Frauen
Schlafqualität (Kohlenhydrate am Abend wirken Cortisol entgegen und fördern so den Schlaf)
Sportperformance (Carbs vor dem Workout sind essenziell)
Stressresilienz (chronisch Low-Carb = chronischer Cortisol-Anstieg)
Energielevel (aufgrund oben genannter Gründe)
Vollwertige Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Hafer, Quinoa) sind raffinierten Kohlenhydrate (Weißbrot, Zucker, Süßigkeiten) vorzuziehen. Auch im Wurzelgemüse sind Kohlenhydrate enthalten. Ein besonderer Geheimtipp von Dr. Lawrence Wilson sind Blaue Tortiallachips*. Diese sind zugegebenermaßen etwas teurer, aber sie haben gute Mineralien und enthalten Antioxidantien (Anthocyane). Dr. Wilson empfiehlt 6-8 Chips zu jeder Mahlzeit.
Fett ist auch nicht böse
Gute Fette sind absolut notwendig für die Gesundheit. Beispielsweise brauchen wir für die Bildung von Steroidhormonen gesättigte Fettsäuren. Meine Lieblingsquellen für Fett sind Butter, Ghee und Olivenöl. Samenöle werden schon seit längerer Zeit heiß diskutiert, da viele in der alternativen Gesundheitsszene sie als das schlimmste Gift wahrnehmen. Während ich sie tendenziell auch vermeide (v.a. auch wegen Glyphosat-Belastung, die in der Diskussion nie aufkommt), halte ich ihre "Gefahr" füt vernachlässigbar. Sich ständig wegen dem Öl zu stressen ist jedenfalls schädlicher. Wie viel Fett du in der Ernährung brauchst, hängt von deinem Oxidationstypus ab.
Vollwertig > verarbeitet
Die 80/20-Regel: 80% deiner Ernährung sollte vollwertig sein (erkennbare Zutaten, selbst gekocht). 20% darf Flexibilität sein (Pizza am Wochenende, Eis mit Freunden).
Bio wo möglich
Ja, das ist teurer (so viel zu den "gratis" Basics, sorry).
Aber:
Weniger Pestizide (die deine Entgiftung belasten) - vor allem Glyphosat
Höhere Nährstoffdichte (Studien zeigen: Bio-Gemüse hat mehr Antioxidantien)
Bessere Tierhaltung (bei tierischen Produkten)
Priorisiere Bio bei: "Dirty Dozen" (Erdbeeren, Spinat, Grünkohl, Äpfel, Trauben, Nektarinen, Kirschen, Heilelbeeren, Paprika, grüne Bohnen, Birnen, Pfirsiche) – dünne Schale, viel Pestizidbelastung.
Muss nicht Bio: "Clean Fifteen" (Ananas, Zuckermais, Avocados, Papaya, Zwiebeln, Süßer Erbsen, Spargel, Kohl, Kiwi, Cantaloupe-Melone, Blumenkohl, Pilze, Mangos, Karotten, Süßkartoffeln) – dicke Schale, wenig Pestizide. Ich bevorzuge auch Karrotten und Kiwis in Bio-Qualität, da ich sie mit Schale esse.
Regelmäßige Essenszeiten
Dein Körper liebt Routine. Iss möglichst zur gleichen Zeit jeden Tag. Das optimiert:
Verdauungsenzym-Produktion
Blutzucker-Regulation
Zirkadianen Rhythmus
Selber kochen
Du weißt genau, was drin ist. Keine versteckten Zucker, Transfette oder Zusatzstoffe. Plus: Kochen ist Selbstfürsorge.
Langsam essen und gut kauen
Verdauung beginnt im Mund (Speichel-Amylase spaltet Kohlenhydrate)
Gut gekautes Essen ist weniger Belastung für Magen und Darm
Langsam essen führt zu einem besserenSättigungsgefühl (dein Gehirn braucht 20 Min um "satt" zu registrieren)
In der Richtigen Reihenfolge essen
Damit der Blutzucker stabil bleibt, ist die beste Reihenfolge 1. Proteine 2. Gemüse 3. Kohlenhydrate. Viele empfehlen auch, zuerst mit Ballaststoffen anzufangen, was auch gut ist. Beginn nur deine Mahlzeiten nicht mit den Carbs, wenn du Blutzucker-Spikes vermeiden möchtest.
Bonus: Haarmineralanalyse für individuellen Stoffwechseltyp
Nicht jeder Mensch braucht die gleiche Makronährstoff-Verteilung. Manche Menschen (Fast Oxidizer) brauchen mehr Fett und Protein, weniger Kohlenhydrate. Andere (Slow Oxidizer) umgekehrt.
Die Haarmineralanalyse zeigt deinen Stoffwechseltyp und gibt dir präzise Empfehlungen – statt generischen "gesunde Ernährung"-Ratschlägen. (Mehr dazu später.)
Basic #5: Bewegung – Du bist gemacht um dich zu bewegen

Warum Bewegung nicht verhandelbar ist
Menschen sind Jäger und Sammler – genetisch darauf programmiert, sich zu bewegen. Sitzen ist das neue Rauchen.
Mitochondrien-Aktivierung: Bewegung, besonders Krafttraining und Cardio, erhöht die Anzahl und Effizienz deiner Mitochondrien. Mehr und bessere Mitochondrien = mehr Energie, besserer Stoffwechsel, langsameres Altern.
Lymphfluss: Dein Lymphsystem hat keine Pumpe (im Gegensatz zum Herz-Kreislauf-System). Es ist abhängig von Muskelkontraktionen. Keine Bewegung = stagnierendes Lymphsystem = schlechte Entgiftung und Immunfunktion. Auch Lymphmassagen sind kostenlos und können extrem viel bewirken, vor allem bei chronischer Müdigkeit. Dafpr sind die Bücher über die Perrin-Technik empfehlenswert.
Mental Health: Bewegung ist vermutlich das effektivste Antidepressivum:
Erhöht BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) - also die Neurogenese
Senkt Cortisol (nach dem Training)
Erhöht Endorphine und Dopamin
Verbessert Schlafqualität
Hormonelle Gesundheit:
Krafttraining erhöht Testosteron und Wachstumshormone
Bewegung verbessert Insulinsensitivität
Reduziert Östrogen-Dominanz durch verbesserte Entgiftung
Fasziensystem: Deine Faszien (Bindegewebe) brauchen Bewegung um geschmeidig zu bleiben. Sitzen verklebt Faszien, was zu Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit führt. "Myofascial Release" ist sehr wirksam und vermutlich sinnvoller als Dehnen. Es gibt viel gratis Content darüber auf YouTube.
So optimierst du deine Bewegung:
Mix: Kraft + Cardio Du brauchst beides:
Krafttraining (2-4x pro Woche): Muskelaufbau, Knochendichte, Stoffwechsel, Hormone
Cardio (2-3x pro Woche): Herz-Kreislauf, Mitochondrien, Ausdauer
Minimum 4.000 Schritte, besser 7.000+
Studien zeigen: Unter 4.000 Schritte/Tag führen zu einem erhöhtem Sterberisiko. Der Sweet Spot für die Gesundheit liegt zwischen 7.000 und 10.000 Schritten.
Du musst nicht "Sport" machen – nur dich bewegen. Spazieren zählt. Treppe statt Aufzug zählt. Fahrrad statt Auto zählt.
Sanfte Bewegung wie Tai Chi oder Qi Gong
Unterschätzt, aber wertvoll:
Fördert Beweglichkeit
Aktiviert Parasympathikus
Verbessert Balance und Körpergefühl
Ideal für Menschen mit chronischer Erschöpfung oder Übertraining
Erhöht dein Körperbewusstsein immens
Verbessert Enegiefluss
Beweg dich so, dass es dir Freude bereitet
Das wichtigste Kriterium ist Konsistenz. Du wirst nur dranbleiben, wenn es dir Spaß macht.
Hasst du Joggen (zurecht)? Dann lass es. Tanze. Klettere. Schwimme. Mach Kampfsport. Spiel Tennis. Hauptsache, Du bewegst dich regelmäßig. Krafttraining ist für viele nicht das Richtige, da sie bewusst oder unbewusst schon in einer Form von Burnout sind und beim Training die Nebennieren zu stark gestresst werden. Da ist es besser, sich sanft zu bewegen.
Krafttraining nicht zu spät am Abend
Intensives Training erhöht Cortisol und Körpertemperatur – beides schlecht für Schlaf. Idealerweise: Training bis spätestens 18-19 Uhr. Ausnahme: Sanfte Bewegung wie Tai Chi oder Spazieren ist abends okay.
Täglich irgendeine Form von Bewegung
Auch an Ruhetagen: Ein Spaziergang, Stretching, Fahrradfahren, Tai Chi. Dein Körper ist nicht gemacht für komplette Inaktivität.
Basic #6: Stress-Regulation – Nicht nur Stress vermeiden, sondern regulieren können

Warum Stress-Regulation der am meisten unterschätzte Faktor ist
Stress selbst ist nicht das Problem. Menschen brauchen Stress (Hormesis – kurzzeitiger Stress macht dich stärker). Das Problem ist: chronischer, unregulierter Stress.
Cortisol-Dysregulation: Chronischer Stress → dauerhaft erhöhtes Cortisol → Erschöpfung der Nebennieren → zu NIEDRIGES Cortisol (Burnout).
Die Folgen davon:
Gewichtszunahme (besonders Bauchfett)
Schlafprobleme
Immunschwäche
Schilddrüsenprobleme
Depression und Angst
chronische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen
Verdauung: Du kannst in Stress-Modus nicht verdauen. Sympathikus = fight or flight = alle Ressourcen in Überlebens-Systeme. Verdauung wird runtergefahren. Folgen:
Nährstoffmangel trotz guter Ernährung
Leaky Gut
IBS (Reizdarmsyndrom)
Schlaf: Erhöhtes Cortisol abends verhindert Melatonin-Produktion. Dein Körper bleibt im "Alarm"-Modus.
Chronische Entzündung: Stress erhöht entzündungsfördernde Zytokine. Chronische Entzündung ist die Wurzel fast aller modernen Krankheiten (Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf, Alzheimer, Krebs).
Immunsystem: Kurzzeitiger Stress stärkt das Immunsystem. Chronischer Stress schwächt es massiv. Du wirst anfälliger für Infekte, Allergien, Autoimmunerkrankungen.
So optimierst du deine Stress-Regulation:
Vagusnerv aktivieren Dein Vagusnerv ist der Hauptnerv des Parasympathikus (Ruhe-Modus). Aktivierung:
Summen oder Singen: Vibrationen stimulieren den Vagus
Kaltes Wasser im Gesicht: Aktiviert Tauchreflex → sofortige Vagus-Aktivierung
Tiefe Bauchatmung: Besonders lange Ausatmung
Gurgeln: Klingt albern, funktioniert
Lachen: Echter sozialer Kontakt mit Lachen ist Vagusnerv-Nahrung
Vogelgezwitscher hören: Geräusche von Vogeln senken bewieserenermaßen Angst- und Stresssymptome. Am besten, man geht dafür in die Natur, aber es bringt auch schon was, sie für 10min am Tag auf Kopfhörern zu hören.
Grenzen setzen können Die wichtigste Stress-Prävention: NEIN sagen lernen.
Viele Menschen (besonders Frauen, besonders Empathen) überlasten sich, weil sie nicht Nein sagen können. Das ist keine Selbstlosigkeit – das ist Selbstaufgabe.
Deine Grenzen zu kennen und zu kommunizieren ist nicht egoistisch. Es ist Selbstschutz.
Deine eigenen Grenzen kennen
Bevor du Grenzen setzen kannst, musst du sie kennen:
Wann fühlst du dich überfordert?
Welche Menschen/Situationen ziehen dich runter?
Wo spürtst du Widerstand, wenn du ja sagst?
Tiefe Nasenatmung (schon wieder, ich weiß)
Atmung ist DAS Tool für Stress-Regulation. Länger aus- als einatmen = direkter Zugang zum Parasympathikus.
In stressigen Momenten: 5 Sekunden ein, 7 Sekunden aus. 10x wiederholen. Du wirst den Unterschied sofort spüren.
Gefühle fühlen und loslassen lernen – die große Kunst
Die meisten Menschen verdrängen unangenehme Gefühle. Aber: Was du verdrängst, bleibt im Körper gespeichert.
Gefühle sind Energie in Bewegung (E-Motion). Sie wollen gefühlt und dann losgelassen werden. Nicht analysiert, nicht weggemacht, nicht verdrängt. Einfach: gefühlt.
Wie das geht:
Wahrnehmen: "Ich fühle Angst/Wut/Trauer" - oft braucht man es nichtmal zu benennen, sondern nur anzuerkennen, dass da etwas ist.
Lokalisieren: "Wo im Körper spüre ich es?" (Brust, Bauch, Hals?)
Atmen: Atme IN das Gefühl rein, nicht weg davon
Fühlen: Lass es vollständig da sein, ohne zu bewerten
Loslassen: Es wird von selbst gehen, wenn du es komplett gefühlt hast. Es braucht dafür keine Intention oder etwas aktives.
Ich empfehle dafür wärmstens das Buch "Loslassen - Der Pfad widerstandsloser Kapitulation" von David R. Hawkins. Auch die Pulling Down Übung ist hier praktisch.
Loslassen zu lernen ist eine Lebensaufgabe. Aber selbst erste Schritte machen einen riesigen Unterschied.
Humor behalten Lachen senkt Cortisol, erhöht Endorphine und bringt Perspektive. Nimm das Leben (und dich selbst) nicht zu ernst. Auch in schwierigen Situationen kannst du dich fargen: Wo ist der absurde, komische Aspekt? Menschen, die Humor in Stress finden, sind resilienter.
Basic #7: Zeit in der Natur

Warum Natur nicht optional ist
Menschen haben 99,9% ihrer Evolutionsgeschichte in der Natur verbracht. Erst seit etwa 200 Jahren leben wir zunehmend in Städten – und seit etwa 20 Jahren verbringen viele Menschen fast ihre gesamte Zeit in geschlossenen Räumen.
Dein Körper ist darauf nicht vorbereitet.
Der durchschnittliche Mensch verbringt heute 90% seiner Zeit drinnen. Das hat Konsequenzen:
Biophilia – die angeborene Verbindung zur Natur: Menschen sind evolutionär darauf programmiert, sich in natürlichen Umgebungen zu entspannen. Grün zu sehen, Bäume im Wind, fließendes Wasser – das signalisiert deinem Nervensystem: "Hier ist alles okay. Du bist sicher."
Messbare physiologische Effekte:
Cortisol sinkt: Studien zeigen, dass 20 Minuten in der Natur Cortisol signifikant senken
Blutdruck normalisiert sich: Besonders bei Menschen mit Hypertonie
Herzratenvariabilität steigt: Ein Marker für Parasympathikus-Aktivierung und Stressresilienz
Immunsystem wird gestärkt: Bäume geben Phytonzide ab (antimikrobielle Stoffe), die nachweislich NK-Zellen (natürliche Killerzellen) erhöhen
Shinrin-Yoku (Waldbaden): In Japan ist Waldbaden medizinisch anerkannte Therapie. Die Forschung dahinter ist eindeutig:
2 Stunden im Wald → 50% Anstieg der NK-Zellen-Aktivität
Effekt hält 7-30 Tage an
Regelmäßiges Waldbaden stärkt messbar das Immunsystem
Mental Health
Zeit in der Natur reduziert nachweislich:
Depressive Symptome
Angstzustände
Rumination (Gedankenkreisen)
ADHS-Symptome bei Kindern
Und erhöht:
Kreativität
Konzentrationsfähigkeit
Lebenszufriedenheit
Gefühl von Verbundenheit
Erdung (Grounding)
Barfuß auf der Erde stehen oder gehen hat messbare Effekte:
Reduziert Entzündungsmarker
Verbessert Schlaf
Senkt Cortisol
Reguliert zirkadiane Rhythmen
Der Mechanismus: Freie Elektronen aus der Erde neutralisieren freie Radikale in deinem Körper. Klingt esoterisch, ist aber mittlerweile gut erforscht.
Mikrobiom-Diversität: In der Natur bist du einer Vielzahl von Mikroorganismen ausgesetzt – das trainiert und diversifiziert dein Mikrobiom. Kinder, die viel draußen sind, haben nachweislich weniger Allergien und Autoimmunerkrankungen.
Zeit in der Natur:
Minimum 2 Stunden pro Woche
Studien zeigen: 120 Minuten Natur pro Woche ist der Sweet Spot für messbare Gesundheitseffekte. Wie du sie aufteilst ist egal – 2x 1 Stunde oder 4x 30 Minuten, beides funktioniert.
Wald > Park > Stadtgrün
Je "wilder" die Natur, desto stärker der Effekt. Ein alter Laubwald schlägt einen gepflegten Stadtpark. Aber: Stadtpark schlägt kein Grün. Nimm, was du kriegen kannst.
Handy weg (oder zumindest auf Flugmodus)
Der Punkt ist: präsent sein. Nicht durch den Wald hetzen während du Mails checkst. Langsam gehen. Wahrnehmen. Atmen.
Alle Sinne nutzen:
Sehen: Grüntöne, Lichtspiele, Bewegung im Wind
Hören: Vögel, Blätter, fließendes Wasser
Riechen: Wald riecht nach Erde, Harz, Moos – atme es bewusst ein
Fühlen: Baumrinde anfassen, Gras unter den Füßen
Schmecken: (Wenn du dich auskennst) Wildkräuter, Beeren
Barfuß gehen wenn möglich
Gras, Waldboden, Sand, Steine – je natürlicher die Oberfläche, desto besser. Startet die Erdung, trainiert deine Fußmuskulatur, verbessert Propriozeption.
Sitzen ist auch okay
Du musst nicht wandern. An einem Baum sitzen und einfach DA sein ist genauso wertvoll. Vielleicht sogar wertvoller, weil du wirklich präsent bist.
Wasser ist ein Bonus
Fließendes Wasser (Bach, Fluss, Wasserfall) hat zusätzliche Effekte:
Negative Ionen in der Luft (wirken stimmungsaufhellend)
Beruhigender Sound (wirkt meditativ)
Visuelle Faszination (entspannt das Nervensystem)
Laut der TCM ist das betrachten von fließenden Gewässern nährend für das Nieren-Chi bzw. das Jing - die Lebensessenz.
Warum trotzdem Supplements?
Okay, du hast jetzt die sieben Basics gelesen. Theoretisch sollten die ausreichen, oder?
Die ehrliche Antwort: In einer perfekten Welt ja. In unserer modernen Welt: Nein.
Warum Supplements heute (leider) notwendig sind:
1. Böden sind ausgelaugt
Industrielle Landwirtschaft hat die Böden verarmt. Gemüse und Obst enthalten heute 30-70% weniger Mineralstoffe als vor 50 Jahren.
2. Lebensmittel werden unreif geerntet
Tomaten aus Spanien werden grün geerntet und reifen während des Transports nach. Resultat: Weniger sekundäre Pflanzenstoffe, weniger Vitamine.
3. Lagerung und Verarbeitung
Je länger ein Lebensmittel gelagert wird, desto mehr Nährstoffe gehen verloren. Selbst "frisches" Gemüse im Supermarkt ist oft schon eine Woche alt.
4. Toxische Belastung ist so hoch wie nie
Luftverschmutzung
Mikroplastik (du konsumierst wöchentlich eine Kreditkarte an Plastik)
Schwermetalle (Quecksilber im Fisch, Aluminium überall, Blei in alten Häusern uvm.)
Pestizide, Herbizide, Fungizide
EMF-Strahlung
Chemikalien in Kosmetik, Kleidung, Möbeln
Dein Körper braucht mehr Nährstoffe für Entgiftung als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.
5. Chronischer Stress erhöht Nährstoffbedarf
Stress verbraucht Magnesium, B-Vitamine, Vitamin C wie verrückt. Selbst mit perfekter Ernährung kriegst du das kaum kompensiert.
Die Basics sind das Fundament. Supplements die intelligente Ergänzung.
ABER – und das ist entscheidend: Nicht raten. Testen.
Warum ich mit Haarmineralanalyse und Kinesiologie arbeite
Ich sehe ständig Menschen in meiner Praxis, die hunderte Euros für Supplements ausgeben – und trotzdem keine Verbesserung spüren. Warum?
Weil sie supplementieren, was sie GLAUBEN zu brauchen. Nicht was sie TATSÄCHLICH brauchen.
Die Probleme mit "Supplement-Raten":
1. Du hast keine Ahnung, was dein Körper braucht Symptome sind oft irreführend. Müdigkeit kann "Eisenmangel" sein. Oder B12-Mangel. Oder Schilddrüse. Oder Nebennieren. Oder Leber. Oder chronische Infektion. Oder einfach Schlafmangel.
2. Supplements können sich gegenseitig blockieren
Zink blockiert Kupfer-Aufnahme (und umgekehrt)
Calcium blockiert Magnesium
Hohe Dosen Vitamin C senken Kupfer
Wenn du nicht weißt, was du tust, kannst du Ungleichgewichte sogar verschlimmern. Das trifft aber nur zu, wenn man Isolate in hohen Dosen gleichzeitig zu sich nimmt.
3. Das richtige Supplement zum falschen Zeitpunkt kann schädlich wirken
Wenn du dich energielos fühlst, wird dir vielleicht Zink empfohlen. Vielleicht hast du sogar tatsächlich einen erhöhten Zink-Bedarf, aber dein Verhältnis von Natrium zu Kalium (im Gewebe) ist zu niedrig. Zink ist ein Natrium-Antagonist und würde daher das bereis niedrige Na/K Verhältnis noch weiter senken, was die ursprünglichen Symptome deutlich verschlimmern kann. Das betrifft aber nicht nur Zink - Nährstoffe beeinflussen sich immer gegenseitig.
Mein Ansatz: Testen, nicht raten
Haarmineralanalyse (HMA)
Ein Haar-Sample zeigt mir:
Deine Mineralstoff-Versorgung (Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Zink, Kupfer, Eisen, etc.)
Schwermetall-Belastung (Quecksilber, Blei, Aluminium, Cadmium, Arsen)
Dein Stoffwechseltyp (Fast vs. Slow Oxidizer)
Nebennieren-Status
Schilddrüsen-Funktion
Kohlenhydrat-Toleranz
Und vieles mehr
Die HMA ist ein Fenster in deine Biochemie über die letzten 2-3 Monate. Sie zeigt nicht nur WAS supplementiert werden sollte, sondern auch in welcher DOSIERUNG und FORM.
Kinesiologischer Muskeltest:
Der Muskeltest ist ein Biofeedback-Tool. Dein Körper WEISS, was er braucht – wir müssen nur fragen.
Mit dem Muskeltest kann ich testen:
Welche Supplements dein Körper tatsächlich aufnehmen kann
Welche Dosierung optimal ist
Ob bestimmte Lebensmittel dich schwächen oder stärken
Ob Störfelder oder emotionale Blockaden deine Gesundheit beeinträchtigen
Und vieles mehr
Das Ergebnis: Präzision statt Gießkanne
Statt 20 verschiedene Supplements "blind" zu nehmen, bekommst du einen individualisierten Plan:
Genau die Supplements, die DU brauchst
In der richtigen Dosierung
In der richtigen Form (manche Menschen können z.B. Magnesiumoxid nicht aufnehmen, brauchen aber Magnesiumglycinat)
Zur richtigen Zeit (manche morgens, manche abends)
Mit Prioritäten (was ist jetzt am wichtigsten?)
Und das Wichtigste: Wir überprüfen regelmäßig. Dein Körper verändert sich. Was du vor 3 Monaten gebraucht hast, brauchst du jetzt vielleicht nicht mehr.
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Wie ich dich unterstützen kann
Wenn du wissen willst, was DEIN Körper wirklich braucht – nicht was Instagram-Influencer empfehlen – dann lass uns zusammenarbeiten.
In meiner Praxis arbeite ich mit:
Haarmineralanalyse (zeigt deine individuelle Biochemie)
Kinesiologischem Muskeltest (zeigt, was dein Körper aufnehmen kann)
Ganzheitlichem Ansatz (Körper, Geist, Emotionen – alles hängt zusammen)
Mein Ziel ist nicht, dich abhängig von Supplements zu machen. Mein Ziel ist, deinen Körper wieder in Balance zu bringen – sodass er optimal funktioniert.
Wenn du daran interessiert bist, nachhaltig deine Gesundheit zu verbessern, mach dir einen Termin mit mir aus!
Abschließende Gedanken
Die Basics klingen unsexy, weil sie simpel sind. Aber simple ist nicht einfach. Simple bedeutet: konsequent dranbleiben. Tag für Tag. Auch wenn es langweilig ist. Auch wenn niemand zuschaut. Du brauchst nicht alles auf einmal zu verändern. Überlege dir, was dir leicht fällt und baue es zuerst in deinen Alltag. Refklektiere auch ehrlich, welcher der Aspekte bei dir momentan am schlechtesten sitzt und schaue, was du da schon verändern kannst. Aber ändere nicht zu viel auf einmal, wenn du möchtest, dass du dein Verhalten nachhaltig veränderst.
Supplements können optimieren. Aber sie können nicht kompensieren, was fundamental fehlt.
Fix zuerst die Basics. Dann optimiere mit Supplements. Nicht andersrum.
Dein Körper wird es dir danken.
Dieser Artikel stellt keinen gesundheitlichen Ratschlag dar, sondern meine Meinung.


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